Cembalo und Generalbass


Das Cembalo ist ein historisches Tasteninstrument, das seine Goldene Zeit vom 15. bis 18. Jahrhundert hatte. Der Philosoph Voltaire bezeichnete es als “König der Musikinstrumente”.

Es entstand gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Italien oder Flandern, und zwar wahrscheinlich aus dem „Psalter“ (auch „Psalterium“ genannt). Die kleineren Bauformen heißen Spinett.

Es ist ein Tasteninstrument, dessen Saiten mit Plektren angerissen oder angezupft werden. Früher verwendete man zu deren Herstellung Vogelfedern, heute Kunststoff. Die Plektren sind auf dünnen vierkantigen Holzleisten, den sogenannten Springern, montiert: Dieser Name nimmt Bezug auf ihre, durch das Niederdrücken der Tasten ausgelöste Vertikalbewegung. Jede Taste kann eine oder auch mehrere Saiten (oder Register) anreißen.

Das Cembalo hat oft nur eine Tastatur, aber vor allem im 18. Jahrhundert wurden viele Instrumente auch mit zwei Tastaturen gebaut. Die beiden Tastaturen sind klanglich verschieden; sie können mit einer mechanischen Vorrichtung gekoppelt werden. Das Cembalo hat oft nur eine Tastatur, aber vor allem im 18. Jahrhundert wurden viele Instrumente auch mit zwei Tastaturen gebaut. Die beiden Tastaturen sind klanglich verschieden; sie können mit einer mechanischen Vorrichtung gekoppelt werden.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts veränderte sich der allgemeine ästhetische Geschmack tiefgreifend; deshalb litt das Cembalo immer mehr unter der Konkurrenz des Hammerflügels.

Die Wiederentdeckung des Cembalos fällt in das frühe 20. Jahrhundert und ist eng mit der polnischen Cembalistin Wanda Landowska verknüpft. Dank der Pioniertätigkeit von Cembalobauern wie Frank Hubbard und William Dowd kam man nach 1950 auf die historische Bautradition zurück. Die genaue Analyse alter Instrumente in Museen und Sammlungen erlaubte den Bau von historischen Kopien.

In der Barockmusik bis ins beginnende 19. Jahrhundert wurde das Instrument nicht nur für Solo-Werke eingesetzt, sondern besonders auch zur Ausführung der improvisierten Generalbass-Begleitung in Kammermusik, Oper und Orchestermusik. Der Generalbass besteht aus der tiefsten Instrumentalstimme (Basslinie) in Verbindung mit den zur Melodie und zum musikalischen Ablauf passenden Akkorden. Diese werden nicht ausgeschrieben, sondern durch Ziffern und andere Symbole angegeben.

Das Cembalo ist auch zu einem wichtigen Instrument der Neuen Musik avanciert; Werke wie „Continuum für Cembalo“ von György Ligeti oder „Khoai“ für Solo-Cembalo von Xenakis gelten als Meilensteine der zeitgenössischen Musik.

Das Cembalo oder das Spinett kann ein ideales Anfänger-Instrument sein. Sie werden wegen des zarteren Klanges auch keine Probleme mit den Nachbarn haben.



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Lisa Frigo


Lisa Frigo hat am Conservatorio “Rinaldo Franci” in Siena Klavier mit dem Abschluss Master-Diplom studiert. Weiterbildung im Fach Kammermusik mit Klavier absolvierte sie an der “Scuola di Musica di Fiesole” (Florenz). Gleichzeitig studierte sie Cembalo und barocke Kammermusik mit dem Ensemble “Il Rossignolo” und mit Alfonso Fedi in Siena und Florenz. An der Musikhochschule Köln studierte sie Cembalo mit Ketil Haugsand und Kammermusik mit historischen Instrumenten mit Michael Borgstede und Richard Gwilt. Sie nahm an Meisterkursen bei Ketil Haugsand, Christoph Rousset, Francesco Corti, Bob Van Asperen, Sigiswald Kuijken, Wieland Kuijken, Ottaviano Tenerani und Carole Cerasi teil.


Als Pianistin und Cembalistin hat sie an zahlreichen Veranstaltungen des “Cantiere Internazionale d'Arte” von Montepulciano teilgenommen. Zur Zeit ist sie als Cembalistin in verschiedenen Kammermusik- Ensembles tätig.


Lisa Frigo nahm ausserdem Unterricht in musikalischer Früherziehung, Saxophon und Musiktheorie in Siena und Montepulciano und war bis 2008 in verschiedenen Saxophone Quartetten aktiv.


Seit 2006 ist sie ist sie als Musikpädagogin selbständig tätig.

Französisches Cembalo von Pascal Taskin, 1787, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Französisches Cembalo von Pascal Taskin, 1787, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg